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Hessencup 9-Ball / Herkules Open Drucken E-Mail

20.tes Herkules Open, ein toller Erfolg

Die 20.ten Herkules Open in Verbindung mit einem Hessencup zu machen war, zumindest für die Teilnehmer ein wahrer Erfolg. Hätten nicht kurzfristig (einen Abend zuvor) noch 2 Spieler abgesagt und sind am Sonntagvormittag, ohne Abmeldung 3 weitere nicht gekommen, wäre es ein volles 64er Feld geworden.

So viele Billardspieler hatte der Kasseler Verein zuletzt in der 90ziger Jahren, als Billard noch boomte, gesehen. Durch die zahlreichen Sponsorengelder war es für die Endrundenteilnehmer aber auch finanziell ein Erfolg. Insgesamt wurden 1.600€ Preisgeld ausgezahlt, genauso viel wie die Jahre zuvor, trotz des geringeren Startgeldes durch den Hessencupmodus.

Sportlich gesehen war es wie jedes Jahr ein Erlebnis. Trotz der Absage von Sascha Tege, dem Deutschen Vizemeister, waren Namen wie Nicolas Ottermann (Bundesligaspieler und Dritter der DM), Christophe Creter (zweimalige Bronzemedaillengewinner der DM bei den Senioren) und der Vorjahressieger Juri Pisklov vom
1. PBC Karben vertreten. Aber weder Ottermann, Creter noch Pisklov waren in den diesjährigen Halbfinalbegegnungen vertreten. Zum Einen lag dies an Ernst Schmidt vom PBC Gera, der Ottermann im Viertelfinale äußerst knapp mit 7:6 bezwang. Der letztjährige Finalteilnehmer aus Gera bezwang zuvor im Achtelfinale ebenfalls knapp (7:5) Fitim Haradinaj, dem Mannschaftskollegen von Dean Risinger aus Wolfsburg, dem späteren Finalteilnehmer. Haradinaj hatten einige Zuschauer als aussichtsreichen Kandidaten fürs Finale gesehen, jedoch gewann Schmidt nach einem Rückstand von 3:5, vier Spiele in Folge zum Einzug ins Viertelfinale. Der Bundesligist Ottermann war nicht so zu überraschen. Ein ständiger Schlagabtausch zwischen den Konkurrenten führte jedoch im letzten Spiel zum 7:6 Endstand für den Thüringer. Dies half ihm im Halbfinale allerdings nichts, den sein Gegner Sinan Kodas, dem Dieburger Oberligisten gelang das was Schmidt zuvor gegen Haradinaj gelang. Bei einem Stand von 3:3 gewann Kodas 4 Spiele in Folge zum Einzug ins Finale und dies trotz Wechselbreakmodus. Hier wartete Dean Risinger, ebenfalls ein Oberligist, jedoch aus dem benachbarten Bundesland Niedersachsen. Der Wolfsburger hatte sich still und heimlich durch Siege gegen Spieß vom PBC Bad Wildungen (7:6), Mehmet Temur vom BV Schierstein (7:5) und einem ebenfalls bis dahin stark aufspielenden Jungstar aus Itzhoe, Jan Wolf (7:3), ins Finale gespielt. Anfangs konnte der Niedersachse die Begegnung auch noch offen gestalten, er führte sogar zwischenzeitlich knapp 5:3, jedoch ab diesem Zeitpunkt zündete Kodas den Nachbrenner. 5 Spiele in Folge gewann der Südhesse, ohne das Risinger auch nur eine Chance gehabt hätte. Im 6.ten Spiel verschoss Sinan sogar den entscheidenden vorletzten Ball, so dass Dean noch mal auf 6:8 verkürzen konnte, aber im letzten Spiel machte der Hesse keinen Fehler und gewann verdient 9:6.

Weitere Infos, Fotos und die Anfahrtsskizze zum Vereinsheim sind unter www.bu-kassel.de nachlesbar.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 20. Dezember 2011 )
 
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