Tanja Kirschmann, Anne Vujanic, Sabrina Carl und Isabelle Krafczyk

Etwas überraschend gewannen die hessischen Damen am vergangenen Wochenende in Hannover im Billard-Cafe Upstairs die Deutsche Meisterschaft der Länderpokal-Mannschaften. In einem spannenden Finale konnten sie sich gegen die Mannschaft von Rheinland West durchsetzen. Die Senioren scheiterten dagegen knapp am Einzug ins Halbfinale gegen die Vertretung aus Westfalen.
Nach einem Freilos in der ersten Runde starteten die Hessinnen, die Mannschaft spielte mit Anne Vujanic, Tanja Kirschmann, Sabrina Carl und Isabelle Krafczyk, mit einem Sieg gegen die starken Damen vom Mittleren Rheinland ins Turnier. Wie schwer diese Aufgabe war, sieht man wenn man sich die Mannschaft des Gegners anschaut: Mit Diana Stateczny spielte dort die amtierende Europameisterin im 8-Ball, außerdem mit Susanne Wessel die ehemalige Deutsche Meisterin im 8-Ball.
Zum Einzug ins Halbfinale musste nur noch die Gastgeber aus Niedersachsen geschlagen werden. Vom Papier her eine machbare Aufgabe, doch spielten diese groß auf und schickten die Hessinnen mit 4:2 in die Verlierrunde. Dort wartete Berlin, doch nun besannen sich unsere Damen auf ihr Stärken und besiegten die Hauptstädter mit 4:0!
Im Halbfinale warteten die Westfalen auf unsere Mädels. Die Mannschaft um Sabrina Fritz war bisher ungeschlagen, besonders die junge Nicole Pauritsch spielte stark auf. Nach Siegen von Tanja im 8-Ball und Anne im 9-Ball, sowie Niederlagen von Sabrina im 14/1 und Isabelle im 9-Ball stand es zur Halbzeit 2:2. In der Rückrunde konnten Tanja im 14/1 und Anne im 8-Ball die nötigen Punkte holen und damit die Finalteilnahme perfekt machen.
Dort wartete mit Rheinland West ein unbequemer Gegner. Von den letzten Begegnungen konnten die Hessinnen keine gewinnen. In der Hinrunde brachte Tanja die Mannschaft mit einem knappen 7:6 gegen Klara Lensing mit 1:0 in Führung. Die Niederlage von Sabrina im 14/1 gegen Sandra Graw bedeutete das 1:1, und Anne verlor ebenso gegen Estelle Bijene im 8-Ball mit 5:3. Damit stand es 1:2 und es lag an Isabelle, das wichtige 2:2 zur Halbzeit herzustellen. Hatte sie zuvor im Halbfinale mit ihren Nerven gekämpft und schlecht gespielt, lieferte sie nun die stärkste Partie des Wochenendes ab und sorgte so für den Ausgleich zur Halbzeit.
Taktisch klug gelang es in der 2. Halbzeit, Tanja wieder auf Lensing im 8-Ball treffen zu lassen und Anne im 9-Ball auf Sandra Graw zu setzen. Isabelle musste sich im 14/1 gegen die stärkste Gegnerin, nämlich Estelle Bijene, abmühen. Diese schoß gleich in der ersten Aufnahme sensationelle 45 Kugeln, jeder der die Tische in Hannover kennt weiß wie schwierig das dort ist. Während also das 14/1 eindeutig an die Gegner ging, zeigten Anne und Tanja ihre ganze Klasse, Tanja siegte mit 5:3 und Anne gar mit 6:2 und damit ging der Titel verdient nach 2003 zum 2. Mal nach Hessen.
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